So, heute mal wieder eine Geschichte aus dem Nähkästchen oder ganz einfach ein Erfahrungsbericht… Unglücklicherweise bin ich, was meine Naturhaarfarbe angeht, mit einem eher langweiligen Straßenköterblond gesegnet. Nach verschiedenen Haarfarben – darunter auch mal ein Kupferton, der ins Orangene ging – entschied ich mich zu Strähnchen.
Denen bin ich auch seit Jahren treu geblieben, habe jedoch auch viel herumexperimentiert und möchte euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Zunächst einmal gibt es einen Unterschied zwischen Blocksträhnen und feinen Strähnen. Während die Blocksträhnen geeignet sind Kontraste zu setzen, sehen die feinen Strähnen sehr natürlich aus und es fällt auch weniger auf, wenn die Strähnen herauswachsen. Natürlich ist es auch eine Trendfrage und die Hochzeit der Blocksträhnen ist derzeit vorbei!
Weiterhin spielt die Strähnchentechnik eine entscheidende Rolle für das beste Resultat. Die mir bekannten Verfahren sind dabei die Haubentechnik (autsch!), die Bürstentechnik und die Folientechnik. Aber weltweit soll es wohl über 400 verschiedene Techniken geben!
Mit der Haubentechnik erzielt man klassische, feine Strähnchen. Allerdings bin ich der Ansicht, dass diese Technik nur bei kürzeren Haaren geeignet ist. Grund dafür ist, dass meine Erfahrungen mit langen Haaren eher schmerzhaft waren (und ich bin eigentlich nicht besonders zimperlich!) und es nicht möglich war ein einheitliches Ergebnis zu erzielen. Zunächst solltest du die trockenen Haare ordentlich durchbürsten um dann die Haube fest auf den Kopf zu ziehen. Bei längeren Haaren bedeckst du die Nackenhaare am besten mit einem Handtuch. Dann mit der Strähnchennadel die einzelnen Strähnen im Abstand von 1-2 Zentimetern durch die Haube ziehen. Um Haarschlingen zu vermeiden und die Farbe bestmöglich auf dem Kopf zu verteilen, solltest du die herausgezogenen Haare nocheinmal durchkämmen. Aber Achtung – bei längeren Haaren ist auch dies eine schmerzhafte Angelegenheit.
Die Bürstentechnik empfiehlt sich zur Setzung trendiger Farbkontraste im Deckhaar. Auch bei dieser Technik sollten die Haare vorab sorgfältig durchgekämmt werden. Teile dann eine Haarsträhne ab und halte diese vom Kopf weg. Dann kannst du die Farbe mit der Strähnchenbürste gleichmäßig vom Ansatz bis zu den Spitzen auftragen. Den Kontakt mit der Kopfhaut dabei aber unbedingt vermeiden. Ich selbst bin von dieser Variante nicht wirklich überzeugt, insbesondere wegen der Fleckengefahr!
Meine Lieblingstechnik ist und bleibt die Folientechnik. Meine Friseurin tut mir zwar regelmäßig leid, da ich relativ volles Haar habe und das Prozedere mindestens eine dreiviertel Stunde dauert, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Die Haare werden zunächst abgeteilt und dann werden einzelne feine Strähnen abgeteilt. Die Folie dann unter die Strähne legen und das fröhliche Einpinseln kann beginnen. Danach wird die Strähne mit der Folie umwickelt und es geht munter mit der nächsten Strähne weiter. Der große Vorteil dieser Technik ist, dass gleichzeitig verschiedene Farben ins Haar eingearbeitet werden können.
Womit wir auch schon beim Thema Farbe angekommen sind. Meine „Strähnchenkarriere“ hat mit einfachen blondierten, feinen Strähnen begonnen. Im Zuge eines Kurzhaarschnittes reichte mir diese Zweifarbigkeit (meinen Naturhaarton mit eingeschlossen) jedoch nicht mehr aus und ich entschied mich fuer ein paar hellbraune Blocksträhnen. Nach einer Weile ärgerte es mich jedoch ein wenig, dass die dunklen Strähnen optisch schnell fettig aussahen, wohingegen die blonden Strähnen eher trocken wirkten. Also Versuch Nummer 3 – und diesem bin ich auch seit nunmehr 2 Jahren treu geblieben: feine Strähnchen in 3 verschiedenen Blondtönen…mir erscheint alle guten Dinge sind drei?! Meine Lieblingsfarben dabei sind ein helles Blond (also heller als meine Naturhaarfarbe), ein warmes Goldblond und ein warmes Hellbraun.
So, dann bleibt mir nur noch zu sagen, dass Feedback wie immer willkommen ist und ich mich freue neue Techniken oder auch Haarfarben kennen zu lernen.
Tschüßi und bis bald,
Eure Lyse
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